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Logo Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27

Neue Ausgabe · am 23. September 2026 veröffentlicht

Die Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27 ist da!

Dritte repräsentative Auflage mit frischen Zahlen zur Zukunft der Innenstadt —
erstmals mit Künstlicher Intelligenz, Sicherheitsempfinden und City-Gutscheinen.

Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27

Das Innenstadt­-Zukunftsbild der Bevölkerung

Kennziffern, Trends und Erwartungen aus einem repräsentativen Bevölkerungspanel — jetzt in dritter Auflage, erstmals mit den Themen Künstliche Intelligenz, Sicherheitsempfinden und City-Gutscheine.

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Repräsentativ ab 15 Jahren · n = 5.079 · Befragungszeitraum Frühjahr 2026

NEU · AUSGABE 2026/27
71,8 %

wollen die Innenstadt künftig gleich häufig besuchen

−5,3 PP

Besuchernettoverlustrisiko — nach −25,5 PP im Jahr 2024

44,2 %

geben ihrer Innenstadt die Note „gut“ oder „sehr gut“ (2024: 40,2 %)

3.

repräsentative Auflage
seit 2022

Worum es geht

Repräsentativ befragt.
Bundesweit vergleichbar.

Mit der „Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27“ legt die CIMA nach 2022 und 2024 zum dritten Mal ein repräsentatives Panel zur Wahrnehmung der Innenstadt vor. Befragt wurde die Bevölkerung ab 15 Jahren — differenziert nach Alter, Geschlecht, Wohnort, Stadtgrößenklasse und Wohnzufriedenheit.

Neu 2026/27: Einstellungen zum Einsatz Künstlicher Intelligenz, das Sicherheitsempfinden bei Tag und Dunkelheit sowie Bekanntheit, Nutzung und Wirkung von City-Gutscheinen.

  • Innenstadt
  • Handel & Gastronomie
  • Künstliche Intelligenz
  • Sicherheit
  • City-Gutscheine
  • Mobilität
  • Wohnen
Porträt Martin Kremming
Die Bindung an die Innenstadt wächst wieder — das ist die gute Nachricht der Deutschlandstudie Innenstadt. Jetzt entscheidet sich, ob wir den Rückenwind in Aufenthaltsqualität, Wohnraum und neue Funktionen übersetzen.
Martin Kremming · Geschäftsführer & Partner, cima

Die Trendwende

Die Bindung an die Innenstadt wächst wieder

Zwei Drittel der Befragten halten ihr Besuchsverhalten konstant, die Abwanderungsabsicht halbiert sich.

Ich besuche die Innenstadt zukünftig …

cima.monitor 2026 · n = 4.882

… häufiger
11,5 %
… gleich häufig / gleich selten
71,8 %
… seltener
13,4 %
… gar nicht mehr
3,3 %

Besuchernettoverlustrisiko

Angabe „häufiger“ abzüglich „seltener“ und „gar nicht mehr“, in Prozentpunkten — je kürzer die Säule, desto geringer das Risiko.

−20,2

2022

−25,5

2024

−5,3

2026

Quelle: cima.monitor 2022 (n = 2.354), 2024 (n = 4.886) und 2026 (n = 4.882) · CIMA Beratung + Management GmbH

Schulnoten für die City

Mehr gute Noten für Deutschlands Innenstädte

Erstmals vergibt fast die Hälfte der Befragten ein „gut“ oder „sehr gut“. Gleichzeitig bleibt ein stabiler Kern kritischer Stimmen.

sehr gut bzw. gut

31,7 %

2022

40,2 %

2024

44,2 %

2026

befriedigend bzw. ausreichend

59,9 %

2022

45,3 %

2024

44,0 %

2026

mangelhaft bzw. ungenügend

8,4 %

2022

14,4 %

2024

11,8 %

2026

Quelle: cima.monitor 2022 (n = 2.354), 2024 (n = 4.939) und 2026 (n = 4.999) · Säulenhöhen maßstäblich zum jeweils höchsten Wert (59,9 %).

Was eine attraktive Innenstadt ausmacht

Die sieben wichtigsten Attraktivitätsfaktoren

Durchschnittlicher Rang auf einer Skala von 1 bis 5 — je näher an Rang 1, desto wichtiger der Aspekt. Handel führt weiterhin, doch Aufenthalt im öffentlichen Raum und Gastronomie folgen dicht dahinter.

Einzelhandel / Einkauf
2,34
Aufenthalt im öffentlichen Raum
2,44
Gastronomie und Cafés
2,54
Verkaufsoffene Sonntage
2,60
Arbeit, Ausbildung, beruflicher Anlass
2,72
Ärztliche Versorgung & Gesundheit
2,73
Digitale Angebote (City-App, Bonus)
2,74

Quelle: cima.monitor 2026; n = 5.079 · Balkenlänge = relative Wichtigkeit auf der Rangskala 1 bis 5.

Zahlen, die bewegen

Magnetfunktion des Handels bestätigt — Aufenthalt und Begegnung gewinnen an Gewicht

Zu welchen Zwecken suchen Sie die von Ihnen am häufigsten besuchte Innenstadt i. d. R. auf? Mehrfachnennung möglich.

Shopping / Einkaufen
65,6 %
Durch die Stadt bummeln
46,2 %
Gastronomie und Cafés
45,0 %
Ärztliche Versorgung & Gesundheit
37,7 %
Leute treffen
37,3 %
Dienstleistungen
32,6 %
Öffentliche Einrichtungen, Ämter
30,6 %
Veranstaltungen und Events
27,7 %
Wochenmarkt
27,1 %
Stadtbild und Aufenthalt im öffentlichen Raum
23,1 %
Kulturangebot
20,1 %
Arbeit und Ausbildung
14,6 %
Fitness und Sport
14,5 %
Bibliotheken
9,1 %
Bildung (Kitas, Schulen, Universitäten)
7,0 %

Quelle: cima.monitor 2026; n = 4.922 · CIMA Beratung + Management GmbH · Balkenlänge maßstäblich zum höchsten Wert (65,6 %).

Neu 2026/27 · Künstliche Intelligenz

Die Menschen lehnen KI nicht ab — sie wollen, dass sie konkrete Probleme löst

Erstmals hat der cima.monitor Einstellungen zum KI-Einsatz in der Innenstadt erhoben. Das Ergebnis: Grundsatzkritik ist die Ausnahme, Erwartungen sind pragmatisch — Orientierung, Service und Verfügbarkeit statt Spielerei.

1 von 5

ist grundsätzlich dagegen

Nur jede*r Fünfte lehnt den Einsatz von KI in der Innenstadt kategorisch ab. Die Mehrheit ist offen — unter Bedingungen.

Nutzen

statt Technikversprechen

Zustimmung gibt es dort, wo KI ein erkennbares Alltagsproblem löst: Verfügbarkeiten, Wegeführung, Parken, Information in Echtzeit.

Regeln

gutes Timing gefragt

Kommunen und lokales Gewerbe haben jetzt das Zeitfenster, Spielregeln für Datennutzung und KI-Services zu setzen.

Quelle: cima.monitor 2026; n = 5.066

Neu 2026/27 · Sicherheit

Sicherheit entscheidet über die Abendstunden der Innenstadt

Erstmals erhebt der cima.monitor das Sicherheitsempfinden differenziert nach Tageszeit und Geschlecht — und fragt, welche Maßnahmen aus Sicht der Bevölkerung tatsächlich wirken.

Sicherheitsempfinden

Das Sicherheitsgefühl kippt mit Anbruch der Dunkelheit

Tagsüber fühlt sich die große Mehrheit sicher, abends und nachts dreht sich das Bild, besonders deutlich bei Frauen.

Unwohlsein

Zu viel Promille: nicht nur ein Bahnhofsproblem

Alkoholisierte Gruppen, Vermüllung und Leerstand sind die häufigsten Gründe für Unwohlsein, verteilt über die gesamte Innenstadt.

Was wirklich hilft

Infrastruktur vor Ordnungspolitik

Gefragt nach wirksamen Maßnahmen nennen die Befragten zuerst Licht, Sauberkeit und belebte Räume — nicht Verbote.

Quelle: cima.monitor 2026; n = 4.977–5.079

Die Lieblings-Innenstadt

Dresden trendet, Heidelberg klettert

München bleibt die attraktivste Innenstadt Deutschlands, Hamburg verliert leicht. Auffällig ist die Bewegung im Mittelfeld: ostdeutsche und mittelgroße Städte gewinnen an Sichtbarkeit.

Handlungsbedarf Ost / West

In welchen Themenfeldern sehen Sie die größten Handlungsbedarfe? n = 5.079

Stadtbild und Aufenthalt im öffentlichen Raum

26 % Ost
32 % West

Einzelhandel / Einkauf

20 % Ost
27 % West

Verbesserung der Jugendangebote

22 % Ost
16 % West

Ärztliche Versorgung und Gesundheitsdienstleistungen

21 % Ost
15 % West

  Ost     West

Top 10 der attraktivsten Innenstädte

2026 im Vergleich zu 2024 · n = 3.226

  1. 1 München stabil gegenüber 2024 14,0 %
  2. 2 Hamburg gegenüber 2024 gefallen 12,3 %
  3. 3 Berlin stabil gegenüber 2024 11,0 %
  4. 4 Köln stabil gegenüber 2024 7,1 %
  5. 5 Dresden gegenüber 2024 gestiegen 4,2 %
  6. 6 Frankfurt stabil gegenüber 2024 3,9 %
  7. 7 Düsseldorf gegenüber 2024 gefallen 3,6 %
  8. 8 Leipzig stabil gegenüber 2024 2,9 %
  9. 9 Heidelberg gegenüber 2024 gestiegen 2,4 %
  10. 10 Stuttgart gegenüber 2024 gefallen 2,1 %

↑ gestiegen · → stabil · ↓ gefallen gegenüber 2024

Neu 2026/27 · City-Gutscheine

Potenzial von City-Gutscheinen längst nicht ausgeschöpft

Das lokale Kaufkraftbindungsinstrument wirkt — wo es bekannt ist. Junge Erwachsene und Familien nutzen City-Gutscheine am stärksten; werblich-kommunikative und strukturelle Defizite bremsen die Verbreitung.

Wirkung

City-Gutscheine wecken die Entdeckungslust

Nutzer*innen besuchen Geschäfte, die sie sonst nicht betreten hätten. Der Gutschein wirkt als Anlass, nicht nur als Rabatt.

Frequenz

Hohe Aktivierungswirkung

Die Nutzung wirkt positiv auf die Besuchsfrequenz: Wer einlöst, kommt häufiger in die Innenstadt.

Zielgruppen

Junge Erwachsene und Familien vorn

Bekanntheit und Nutzung sind in diesen Altersgruppen am höchsten. Bei Älteren liegt das größte ungenutzte Potenzial.

Barriere

Bitte branchenübergreifend einlösbar

Gewünscht wird Einlösbarkeit über Branchen und Betriebstypen hinweg. Unklare Akzeptanzstellen sind ein zentraler Grund für Nicht-Nutzung.

Quelle: cima.monitor 2026; n = 964–5.079

Mobilität & Handel

Nahmobilität stagniert — das Auto bleibt Nummer eins

Distanz entscheidet

Je größer die Entfernung zur City, desto mehr Menschen steigen ins Auto. Erreichbarkeit bleibt damit eine Standortfrage, keine Haltungsfrage.

Online wächst — auch in der City

Das Wachstumspotenzial für den Online-Handel ist auf dem Land und in der Innenstadt am größten. Instant Retail verschärft die citylogistische Aufgabe.

Frequenzanker Lebensmittel

Lebensmittel bleiben stabil der wichtigste Frequenzbringer, Drogerie und Fashion verlieren leicht an Bedeutung.

Wohnen ist der Schlüssel

Die Qualität des Wohnumfelds bestimmt maßgeblich die Einstellung zur Innenstadt. Beim Wohnungsangebot zeigt sich der größte Nachholbedarf.

Porträt Ingeborg Lang
Eine Innenstadt, die jeder Altersgruppe gerecht wird, ist kein Kompromiss — sie ist die anspruchsvollste und lohnendste Aufgabe der Stadtentwicklung. Wohnen, Grün und Begegnungsräume entscheiden darüber, ob die Mitte trägt.
Ingeborg Lang · Head of Urban Transformation, cima

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Martin Kremming
citystudien@cima.de
Tel. 0511 220079-65
cima.de/citystudien/

Daten + Zahlen · Kaufkraftkennziffern

Einzelhandelsrelevante Kaufkraft & Zentralität

Der am häufigsten eingesetzte Indikator für das Konsumpotenzial einer Region — als Kaufkraftprojektion bis auf Gemeinde-Ebene. Die Zentralitätskennziffer zeigt, wie stark ein Standort Kaufkraft an den örtlichen Einzelhandel bindet.

Beispiel: Zentralitätswert 120 = +20 % Umsatz über der lokalen Kaufkraft.

Werte über 100 = überdurchschnittliche Einkaufsattraktivität.

Zentralität = Einzelhandelsumsatz % einzelh.-rel. Kaufkraft % × 100
Karte: Zentralität nach Landkreisen in Deutschland

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